Gymnastizieren statt Dressieren
Osteop. Befundung

 

 

Die Bewegungsanalyse ist das wichtigste Instrument für die osteopathische Befundung des Pferdes.

 

Zur Erinnerung: Os = Knochen, path = Weg (engl.)

= Der Weg des Knochens

 

Das gilt es genau zu beobachten und zu analysieren:

Zunächst der Gesamteindruck des Pferdes und seiner Bewegungen,

insbesondere der Nickbewegung von Kopf und Hals im Schritt.

 


 

Auch der Umgang des Menschen mit dem Pferd kann sehr aufschlussreich sein.

 

 Analyse der einzelnen Gelenke in der Bewegung, sowohl in der Standbein- als auch in der Hangbeinphase. Wie auch bei der Gelenktestung sind Harmonie der Bewegungen und Bewegungsausmaß im Rechts-Links-Vergleich festzustellen.

 


 

 

Sieht man hier z.B. ein geringeres oder unharmonisches Einsinken des rechten Fesselkopfes während der Standbeinphase ist das gezeigte Unwohlsein des Pferdes bei der Testung der Gleichbeine vorne rechts ein wichtiges Symptom! (s.unten, Palpation)

 

Fester ebener Boden und eine ruhige Atmosphäre sind allgemein wichtigste Vorraussetzungen für eine aussagekräftige Beurteilung.

 

 

 

  Ebenfalls beurteilt werden die Gelenkbewegungen bei Ansicht von vorne und von hinten.

 

 

 

„Wie fußt das Pferd auf?“ ist eine wichtige Frage, die es zu beantworten gilt.

Ebenfalls  zu beurteilen sind Kruppenbewegung, Schweifhaltung, Schweifpendel und Bauchpendel.

 

Dazu kommt dann noch die Analyse der Bewegungen auf einem Kreisbogen (Volte), die Bewegungsanalyse an der Longe und unter dem Reiter. Auch hier werden von mir wieder Harmonie und ROM der einzelnen Gelenke und der Körperpartien beurteilt. 30-40min für diese für den Therapeuten wichtigste Analyse sind dann keine sehr lange Zeit wenn Sie bedenken, was es alles zu beobachten gilt. Aber nur so kann ein Therapeut Ursachen finden.

 

 

 

 

Palpation

 

 

 

Bei der Palpation sollen Asymmetrien des Pferdekörpers aufgespürt werden. Denn nur ein symmetrischer Körper kann sich symmetrisch (taktrein) bewegen.

 

Dazu gehört dann z.B.

Beurteilung der Hüftstellung, Referenzpunkte sind die Hüfthöcker und die Sitzbeinhöcker.

 

 

 

 

Gelenktestung

Alle Gelenke werden in allen physiologischen Bewegungsrichtungen getestet. Beurteilt wird die Bewegungsqualität, ROM (Range of Motion), also das mögliche Bewegungsausmaß und mögliche so genannte Krepitationen (Rauhigkeiten in den Gelenkbewegungen).

 

 


 

            Test der Gleichbeine vorne rechts, das Pferd zeigt hier Unwohlsein.

-Schon bei der Bewegungsanalyse war dieses Gelenk auffällig, jetzt haben wir zwei untrügliche Zeichen für Schmerz-

 

 

 Palpation der Griffelbeine und Beugesehnen hinten rechts. Gleichzeitig Beurteilung der Hufform, Symmetrie der Hufe, Strahlbeschaffenheit, Abriebzonen des Tragrandes.

  Test des rechten Sprunggelenkes

 Test des rechten Kniegelenkes

 

 

 

 

 

 

 

 

Osteopathische Befundung des Pferdes

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